Planung
Der Filterkasten ist auf 130 × 130 × 490 mm ausgelegt und sitzt links hinten im Aquarium hinter einer späteren Felsverkleidung. Die Wasserführung kombiniert eine regelbare Oberflächenansaugung mit einer unteren Ansaugung aus dem Becken.
Beide Ansaugwege treffen in einer gemeinsamen Rohwasserkammer zusammen. Die Oberflächenkomponente ist mit ungefähr 20–30 % Anteil vorgesehen; der Rest kommt aus der unteren Ansaugung. Ein Rohrzugang in Richtung Filtermitte bleibt vorgesehen, damit bei Bedarf CO₂ in die Wasserführung eingebracht werden kann.
Siporax ist bewusst nicht eingeplant: Die große Bodengrundfläche übernimmt bereits viel biologische Oberfläche. Der Filter soll vor allem Strömung erzeugen und grobes bis feines Schwebematerial über Schwamm und Filterwatte herausnehmen.
Simulation
Eine akustische oder numerische CFD-Simulation ist für diesen V1-Stand nicht vorgesehen. Die Planungsprüfung erfolgt über die definierte Wasserstrecke und die freien Querschnitte: Rohwasserkammer → grobe/mehrstufige Schwämme → feine Filterwatte → Pumpenkammer.
Die Trennwand liegt im Plan 27 mm hinter der Front und beginnt ab z = 55 mm. Lochroste sind bei z = 60 / 165 / 265 / 365 / 410 mm vorgesehen; der CO₂-Zugang liegt ungefähr bei z = 270 mm. Diese Werte sind CAD-/Planungsmaße und werden beim realen Aufbau kontrolliert.
Bau
Die Innenwasserführung ist bereits beschafft. Für den V1-Aufbau werden PVC-U-Teile, Ansaugung, Filterträger und Pumpenkammer zu einem herausnehmbaren Technikschacht kombiniert. Nach dem trockenen Zusammenbau folgt zuerst ein Dichtigkeits- und Durchflusstest ohne Verkleidung.
Erst wenn Wasserweg, Wartungszugang und Pumpenbetrieb funktionieren, bekommt der Kasten die geplante Felsoptik. So bleibt eine technische Korrektur möglich, ohne eine fertige Oberfläche wieder zu zerstören.
Messung
Dokumentiert werden sollen realer Pumpendurchsatz, Verhältnis von Oberflächen- zu Tiefenansaugung, Geräuschentwicklung, Standzeit der Filterwatte und die Frage, ob Mulm zuverlässig aus bodennahen Bereichen erfasst wird.
Änderungen
Frühere kleinere Quader-/Mehrkammer-Ideen wurden zugunsten des 49 cm hohen Kastens verworfen. Der aktuelle Entwurf vereinfacht den Filterweg, verzichtet auf unnötiges biologisches Spezialmedium und ergänzt die kombinierte Oberflächen-/Tiefenansaugung sowie den optionalen CO₂-Zugang.
Ergebnis
V1 ist als baubarer Technikschacht mit klarer Wasserführung definiert. Das Endergebnis wird erst nach Dichtigkeitsprüfung, realem Pumpenbetrieb und Wartungstest bewertet. CAD und PDF bleiben bis dahin Planungsunterlagen.