Technikglossar / A–Z

Begriffserklärungen

Was heißt das eigentlich? Hier findest du kurze Antworten zu Lautsprecherbau, HiFi und Raumakustik – mit Beispielen und Links zum Weiterlesen.

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Absorber

Akustisches Bauteil, das einen Teil der Schallenergie aufnimmt und in Wärme umwandelt. Für tiefe Frequenzen müssen Aufbau, Abmessungen und Position passen. Dünner Schaumstoff ist deshalb keine allgemeine Lösung für Tiefbassprobleme.

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Abstimmfrequenz

Kennfrequenz des Resonators eines Bassreflex- oder Passivmembrangehäuses. In ihrer Nähe kann der Resonator den Schallanteil der aktiven Membran wesentlich ergänzen. Sie ist nicht automatisch die untere Grenzfrequenz des gesamten Lautsprechers.

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Abstrahlverhalten

Beschreibt, wie ein Lautsprecher Schall in unterschiedliche Richtungen abgibt. Der Verlauf auf Achse allein bildet das Verhalten im Raum nicht vollständig ab.

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Achsmessung

Messung auf einer festgelegten Bezugsrichtung vor dem Lautsprecher. Häufig liegt sie vor dem Hochtöner oder einem definierten Mittelpunkt. Zusätzliche Winkelmessungen zeigen, ob der gute Verlauf auch neben dieser Richtung erhalten bleibt.

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Aktivlautsprecher

Lautsprecher mit eingebauter Verstärkung. Bei einem vollständig aktiven Mehrwegesystem wird vor den Endstufen getrennt und jeder Weg separat verstärkt. Ein eingebauter Verstärker allein beweist noch keine aktive Trennung aller Wege.

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Aktivweiche

Teilt das Signal vor den Verstärkerstufen auf mehrere Wege auf. Sie kann analog oder digital realisiert sein.

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Akustischer Kurzschluss

Teilweise Auslöschung, wenn sich die gegensinnigen Schallanteile von Vorder- und Rückseite einer Membran treffen. Das betrifft besonders tiefe Frequenzen. Gehäuse und Schallwände beeinflussen den Weg zwischen beiden Seiten.

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Akustisches Zentrum

Gedachter Bezugspunkt, von dem aus die Schallabgabe eines Treibers für eine bestimmte Betrachtung beschrieben wird. Er muss nicht auf der sichtbaren Membranoberfläche liegen und kann frequenzabhängig sein. Ein Maßband allein bestimmt ihn nicht zuverlässig.

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Amplituden

Größe der Auslenkung einer schwingenden Größe gegenüber ihrer Ruhelage. Gemeint sein kann beispielsweise die Membranbewegung, Spannung oder Schalldruckschwankung. Zum Zahlenwert gehört immer die betrachtete Größe und ihre Einheit.

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Analog-Digital-Wandler

Wandelt ein analoges elektrisches Signal in digitale Zahlenwerte um. Ein DSP kann diese Werte anschließend verarbeiten. Abtastung, Pegelbereich und die Eigenschaften des Wandlers setzen der Umsetzung Grenzen.

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Aufhängung

Die elastische Führung der Membran. Sie hält den beweglichen Teil in seiner Ruhelage und ermöglicht den vorgesehenen Hub. Üblicherweise übernehmen Sicke und Zentrierspinne diese Aufgabe gemeinsam.

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Auslenkung

Weg einer Membran aus ihrer Ruhelage. Ob ein Wert einseitig oder von Spitze zu Spitze gilt, muss angegeben sein.

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Auslöschung

Abschwächung durch die Überlagerung gegenläufiger Schallanteile. Eine vollständige Auslöschung verlangt gleich starke, genau gegenphasige Beiträge. Mehr Verstärkerleistung beseitigt die zugrunde liegende ungünstige Überlagerung nicht.

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AV-Receiver

Zentrale für Bild- und Tonsignale im Heimkino, meist mit mehreren eingebauten Verstärkerkanälen. Er verteilt die Tonspuren und kann tiefe Frequenzen über das Bassmanagement an den Subwoofer weiterleiten.

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Axiale Mode

Raumeigenmode zwischen zwei gegenüberliegenden Flächen. Im rechteckigen Idealraum ergibt sich die erste Frequenz aus c geteilt durch zweimal das betreffende Raummaß.

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Bandbreite

Breite eines Frequenzbereichs, etwa des Bereichs, den ein Filter beeinflusst. Sie kann in Hertz oder als Frequenzverhältnis angegeben werden. Zum Vergleich gehört die Definition der beiden Begrenzungen.

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Bassmanagement

Die Aufteilung tiefer Tonanteile zwischen Hauptlautsprechern und Subwoofer. Dazu gehören Trennfrequenzen, Pegel und oft Laufzeiteinstellungen. Der Subwoofer kann dadurch auch Bass aus den normalen Lautsprecherkanälen übernehmen.

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Bassreflex

Gehäuseprinzip mit einer schwingenden Luftmasse im Kanal. Dieser Resonator unterstützt die Schallabstrahlung in einem Bereich um die Abstimmung.

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Belastbarkeit

Angabe dazu, welche elektrische oder mechanische Beanspruchung ein Lautsprecher unter bestimmten Prüfbedingungen verträgt. Eine Wattzahl allein sagt weder den erreichbaren Pegel noch den erlaubten Hub bei jeder Frequenz voraus.

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BL / Kraftfaktor

Verknüpft im vereinfachten Antriebsmodell den Schwingspulenstrom mit der erzeugten Kraft. Für sich allein ist BL keine Klangbewertung.

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Bridge-Betrieb

Brückenbetrieb einer dafür geeigneten Endstufe: Zwei Verstärkerkanäle treiben gemeinsam einen Lautsprecher. Anschlussbelegung und zulässige Mindestimpedanz müssen zur Endstufe passen; maßgeblich ist deren Bedienungsanleitung.

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Bruttovolumen

Geometrischer Innenraum vor dem Abzug von Einbauten. Im Sprachgebrauch ist Bruttovolumen nicht ganz einheitlich, deshalb sollte die Bezugsgröße genannt werden. Aus den Außenmaßen berechnetes Volumen enthält zusätzlich das Gehäusematerial.

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Bündelung

Mit der Frequenz kann ein Chassis Schall zunehmend in einen engeren Winkelbereich abstrahlen. Das beeinflusst die Abstimmung mit weiteren Wegen.

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Butterworth

Filterfamilie mit möglichst flachem Betragsverlauf im Durchlassbereich. Bei der Kennfrequenz liegt ein einzelner idealer Hoch- oder Tiefpass etwa drei Dezibel darunter. Für die Summe einer Weiche müssen auch Phasenlage und Filterordnung berücksichtigt werden.

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CAD

Computer Aided Design: rechnergestütztes Konstruieren. Damit lassen sich Gehäuse und Bauteile zeichnen, bemaßen und räumlich prüfen. Eine CAD-Zeichnung ist noch keine akustische Simulation.

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Chassis

Ein einzelner Lautsprecher ohne das komplette Boxengehäuse. Zu einem üblichen dynamischen Chassis gehören Membran, Aufhängung, Schwingspule und Magnetantrieb. Eine Zweiwegebox enthält meist zwei Chassis für unterschiedliche Tonbereiche.

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Clipping

Begrenzung von Signalspitzen, wenn eine Stufe ihren verfügbaren Aussteuerungsbereich überschreitet. Dabei wird die Signalform verändert.

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Dämmmaterial

Material im Lautsprechergehäuse, das je nach Art und Platzierung innere Schallanteile bedämpft und das Systemverhalten beeinflusst. Es ist keine beliebig große zusätzliche Luftmenge. Menge und Anordnung müssen zum Gehäuseprinzip passen.

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Dämpfung

Verringerung von Schwingungsenergie durch Verluste. Sie beeinflusst, wie stark ein System resoniert und wie lange es nachschwingt. Je nach Zusammenhang geht es um elektrische, mechanische oder akustische Verluste.

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Dezibel / dB

Logarithmisches Verhältnismaß. Für Leistungsverhältnisse gilt 10 · log₁₀, für passende Amplitudenverhältnisse 20 · log₁₀. Ein absoluter Pegel benötigt eine Referenz.

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Digital-Analog-Wandler

Wandelt digitale Audiodaten zurück in ein analoges Signal, beispielsweise für den Eingang einer Endstufe. Auch diese Ausgangsstufe besitzt einen begrenzten Pegelbereich und kann übersteuert werden.

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Direktschall

Schall, der ohne vorherige Reflexion von der Quelle zum Hörplatz gelangt. Im Raum trifft er zusammen mit reflektierten Anteilen ein. Diese Mischung beeinflusst den gemessenen Frequenzgang und den Höreindruck.

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DIY

Kurz für Do it yourself: selbst bauen. Im Lautsprecherbereich umfasst das unter anderem Gehäusebau, Weichenentwicklung, Montage und Messungen. Ein fertiger Bauvorschlag und eine eigene Neuentwicklung sind dabei unterschiedlich aufwendige Aufgaben.

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Druckknoten

Ort, an dem der Schalldruckanteil einer bestimmten stehenden Welle minimal ist. Andere Moden und Schallanteile können dort trotzdem vorhanden sein. Ein Druckknoten bedeutet deshalb nicht zwangsläufig völlige Stille.

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Druckmaximum

Ort mit besonders großer Druckschwankung einer betrachteten stehenden Welle. An anderer Stelle kann dieselbe Mode deutlich schwächer sein. Diese räumliche Verteilung erklärt einen Teil der Bassunterschiede zwischen Sitzplätzen.

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DSP

Digitaler Signalprozessor. Er kann unter anderem Filter, Verzögerungen, Pegelanpassungen und Dynamikbegrenzung berechnen.

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Endstufe

Die Leistungsstufe, die den Lautsprecher antreibt. Eine aktive Zweiwegebox benötigt üblicherweise je einen solchen Verstärkerkanal für Tiefmittel- und Hochton.

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Entzerrung

Gezielte Änderung des Frequenzgangs mit Filtern. Sie kann eine Lautsprecherabstimmung oder die Wiedergabe am Hörplatz anpassen. Große Anhebungen brauchen zusätzliche Reserven und beheben nicht jede räumliche Auslöschung.

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EQ / Equalizer

Verändert die Verstärkung abhängig von der Frequenz. Ein parametrischer EQ bietet üblicherweise Frequenz, Verstärkung und Güte als Einstellgrößen.

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F3

Frequenz, bei der ein Frequenzgang gegenüber seinem angegebenen Bezugspegel um drei Dezibel abgefallen ist. Messbedingungen und Bezug gehören zur Angabe.

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F6 und F10

Frequenzpunkte, an denen der Pegel gegenüber einem angegebenen Bezugsniveau um sechs beziehungsweise zehn Dezibel gefallen ist. Sie beschreiben andere Grenzen als F3 und dürfen beim Vergleich nicht gleichgesetzt werden.

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Federsteifigkeit

Beschreibt, wie viel Kraft eine bestimmte Auslenkung einer Feder erfordert. Eine steifere Aufhängung setzt derselben Bewegung mehr Rückstellkraft entgegen. Bei konstanter Masse steigt dadurch die Resonanzfrequenz eines einfachen Masse-Feder-Systems.

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Filter

Verändert ein Signal abhängig von der Frequenz, etwa durch Absenken hoher Töne oder Anheben eines begrenzten Bereichs. Ein Filter kann auch die Phase und den zeitlichen Verlauf beeinflussen.

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Filterordnung

Beschreibt die mathematische Ordnung eines Filters. Bei üblichen Hoch- und Tiefpässen trägt jede Ordnung fern des Übergangs ungefähr sechs Dezibel pro Oktave zur Steilheit bei. Die Ordnung allein legt den Übergangsverlauf noch nicht fest.

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Flankensteilheit

Beschreibt, wie stark der Pegel eines Filters mit der Frequenz fällt oder steigt, häufig in dB pro Oktave angegeben.

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Freifeld

Idealisiertes Schallfeld ohne störende Reflexionen. Ein einfaches Abstandsmodell lässt sich nicht unverändert auf jeden Hörraum übertragen.

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Freifeld und Fernfeld

Freifeld meint eine Umgebung ohne relevante Schallreflexionen. Fernfeld beschreibt dagegen einen ausreichenden Abstand zur Schallquelle, sodass bestimmte räumliche Näherungen gelten. Die Begriffe beschreiben unterschiedliche Bedingungen und sind nicht austauschbar.

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Frequenz

Zahl der Schwingungen pro Sekunde. Die Einheit Hertz entspricht einer Schwingung pro Sekunde.

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Frequenzgang

Zeigt, wie sich die Übertragung mit der Frequenz verändert. Meist ist der Pegelverlauf gemeint; eine vollständige Beschreibung umfasst auch die Phase. Die Kurve gilt immer für bestimmte Messbedingungen, etwa Abstand, Winkel und Gehäuse.

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Frequenzweiche

Verteilt Frequenzbereiche auf die vorgesehenen Lautsprecherwege. Entscheidend ist die spätere akustische Zusammenarbeit.

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Fs

Freiluftresonanz eines Chassis im üblichen Kleinsignalmodell. Fs ist nicht automatisch die untere Grenzfrequenz des fertigen Lautsprechers.

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Gain

Verstärkungsfaktor einer Signalstufe oder eines Filters, oft in Dezibel angegeben. Positiver Gain hebt an, negativer senkt ab. Die Einstellung muss zur verfügbaren Reserve der folgenden Stufen passen.

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Gain-Staging

Abstimmung der Pegel über die gesamte Signalkette. Jede Stufe soll ausreichend Signal erhalten, ohne zu übersteuern. Ein sauberer Digitalpegel verhindert beispielsweise noch kein Clipping an einem analogen Verstärkereingang.

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Geschlossenes Gehäuse

Ein Gehäuse ohne vorgesehenen Reflexkanal oder passive Zusatzmembran. Die eingeschlossene Luft wirkt als zusätzliche Feder auf den Treiber.

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Glättung

Zusammenfassung benachbarter Frequenzwerte, damit eine Messkurve übersichtlicher wird. Starke Glättung kann schmale Spitzen und Einbrüche verdecken. Deshalb sollten Messungen nur bei vergleichbarer Darstellung beurteilt werden.

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Grenzfrequenz

Frequenz, mit der das Ende eines nutzbaren Bereichs oder ein Filterübergang beschrieben wird. Zur Angabe gehört ein Kriterium, etwa ein Pegelabfall um drei Dezibel. Ohne dieses Kriterium bleibt der Begriff ungenau.

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Grundton

Die tiefste Frequenz eines harmonisch aufgebauten Tons. Sie prägt seine Tonhöhe. Ein Instrument kann auch dann erkennbar bleiben, wenn sein Grundton schwach wiedergegeben wird, weil höhere Anteile zusätzliche Hinweise liefern.

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Gruppenlaufzeit

Beschreibt, wie sich die Phase mit der Frequenz ändert, ausgedrückt als Zeit. Sie hilft, zeitliches Verhalten über einen Frequenzbereich einzuordnen. Ein einzelner Wert ohne Frequenzbezug ist keine allgemeine Aussage über hörbare Präzision.

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Güte / Q

Maß für das Resonanzverhalten und seine Dämpfung. Die Bedeutung des konkreten Q-Wertes hängt vom betrachteten System oder Filter ab.

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Headroom

Reserve zwischen dem aktuellen Signalpegel und einer wirksamen Aussteuerungsgrenze. Filteranhebungen können diese Reserve verringern.

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Hertz / Hz

Einheit der Frequenz: ein Hertz ist eine Schwingung pro Sekunde.

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HiFi

Kurz für High Fidelity, sinngemäß hohe Wiedergabetreue. Gemeint ist eine möglichst unverfälschte Wiedergabe des Ausgangssignals. Die Bezeichnung allein ersetzt keine aussagekräftigen Daten oder nachvollziehbaren Hörvergleiche.

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Hochpass

Filter, das tiefere Frequenzen gegenüber seinem Durchlassbereich abschwächt. Es kann einen Hochtöner entlasten oder sehr tiefe Anteile begrenzen.

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Hochtöner

Chassis für hohe Frequenzen. Seine meist kleine und leichte Membran kann schnelle Schwingungen gut wiedergeben. Tiefe Frequenzen müssen passend begrenzt werden, damit die mechanische und thermische Belastung nicht zu hoch wird.

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Horn

Ein sich öffnender Schallkanal vor einem Treiber. Seine Form beeinflusst die akustische Belastung und die Richtung der Schallabgabe. Ein Horn wirkt deshalb nicht wie ein beliebiger Trichter.

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Impedanz

Frequenzabhängige elektrische Last mit Betrag und Phase. Sie ist bei einem Lautsprecher nicht über alle Frequenzen gleich.

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Impedanzmessung

Bestimmung der elektrischen Lautsprecherlast über der Frequenz. Der Verlauf liefert Hinweise auf Resonanzen, Gehäuseabstimmung und mögliche Fehler. Gemessen werden je nach Verfahren Betrag und Phase der Impedanz.

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Impulstreue

Beschreibung dafür, wie genau ein System kurze zeitliche Signalverläufe wiedergibt. Sie hängt mit Frequenz- und Phasenverhalten zusammen. Ohne definierte Messung und Bedingungen ist das Wort kein belastbarer Qualitätswert.

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Induktivität

Eigenschaft einer Spule, Änderungen des Stroms entgegenzuwirken. Sie wird in Henry angegeben. Beim Lautsprecher beeinflusst sie den elektrischen Verlauf, besonders zu höheren Frequenzen hin; das reale Verhalten ist komplexer als eine ideale Spule.

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Infinite Baffle

Anordnung mit akustischer Trennung von Vorder- und Rückseite und sehr großem rückwärtigem Luftvolumen. Dieses belastet die Membran idealisiert nur wenig als zusätzliche Luftfeder. Dichtheit und die Trennung beider Schallseiten bleiben wichtig.

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Infraschall

Schall unter ungefähr 20 Hz, also unterhalb der üblichen unteren Grenze des menschlichen Hörbereichs. Diese Grenze ist keine scharfe Trennlinie; Wahrnehmung hängt auch vom Pegel ab. Für Lautsprecher können solche Anteile viel Hub verlangen.

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Interferenz

Zusammentreffen mehrerer Schallanteile. Je nach Frequenz, Pegel und relativer Phase verstärken sie sich oder schwächen sich ab. Auch ein einzelner Lautsprecher kann durch seine Wandreflexionen Interferenzen erzeugen.

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Kantenbeugung

Schall wird an Gehäusekanten umgelenkt und kann sich mit dem direkt abgestrahlten Schall überlagern. Dadurch entstehen frequenzabhängige Änderungen. Deshalb gehört die tatsächliche Schallwand in die Messung einer Frequenzweiche.

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Kennschalldruck

Schalldruckpegel bei definierter Anregung und Entfernung, etwa dB bei 1 W in 1 m. Ohne Bezugsbedingungen ist die Zahl unvollständig.

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Kleinsignalmodell

Vereinfachte Beschreibung bei so kleiner Anregung, dass wichtige Eigenschaften näherungsweise konstant bleiben. Bei hohem Hub oder starker Erwärmung weicht ein realer Lautsprecher davon ab. Eine Kleinsignalrechnung ist daher keine Maximalpegelprognose.

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Koaxiallautsprecher

Lautsprecher, dessen Hoch- und Tieftonweg auf einer gemeinsamen Achse sitzen. Häufig befindet sich der Hochtöner in der Mitte des Tieftöners. Das verringert bestimmte räumliche Abstände, garantiert aber noch keinen perfekten Übergang.

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Kondensator

Bauteil, das Energie in einem elektrischen Feld speichert. Sein Wechselstromwiderstand nimmt idealisiert mit steigender Frequenz ab. In einer Weiche kann er unter anderem tiefe Frequenzen auf dem Weg zum Hochtöner abschwächen.

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Längsmode

Raummode entlang der Länge eines Raums. Die tiefste axiale Längsmode liegt im starr begrenzten Rechteckmodell bei Schallgeschwindigkeit geteilt durch die doppelte Raumlänge.

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Laufzeit

Zeit, die ein Signal oder Schallanteil für einen Weg benötigt. Eine elektronische Verzögerung kann die Abstimmung mehrerer Wege beeinflussen.

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Lautheit

Der wahrgenommene Eindruck, wie laut ein Schallereignis ist. Er hängt außer vom Schalldruckpegel auch von Frequenz, Dauer und Spektrum ab. Doppelte elektrische Leistung bedeutet daher nicht doppelt so laut.

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Le

Kennwert für die Schwingspuleninduktivität, meist in Millihenry angegeben. Er beschreibt einen Teil der elektrischen Last. Ein einzelner Le-Wert bildet das reale Verhalten nicht über jede Frequenz exakt ab.

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Leistung

Umgesetzte Energie pro Zeit, angegeben in Watt. Beim Lautsprecher wird nur ein Teil in Schall umgesetzt, ein großer Teil in Wärme. Welche Leistung tatsächlich fließt, hängt von Spannung, Strom und deren Phasenbeziehung ab.

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LFE-Kanal

Separater Kanal für tieffrequente Effekte in einer Mehrkanalmischung. Er ist nicht dasselbe wie das gesamte Subwoofersignal: Dieses kann zusätzlich umgeleiteten Bass der anderen Kanäle enthalten.

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Limiter

Begrenzt Pegel nach festgelegten Regeln und Zeitkonstanten. Welche Überlastung er verhindert, hängt von seiner Auslegung ab.

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Linkwitz-Riley

Filterfamilie für Frequenzweichen. Ein idealer LR4-Übergang besitzt bei der Trennfrequenz zwei Beiträge von jeweils etwa −6 dB mit passender Phasenlage.

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Luftfeder

Eingeschlossene Luft widersetzt sich einer Volumenänderung und wirkt dadurch wie eine Feder auf die Membran. Ein kleineres abgeschlossenes Luftvolumen ist bei sonst gleichen Bedingungen steifer.

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Luftspalt

Der schmale Bereich im Magnetantrieb, in dem sich die Schwingspule bewegt. Dort konzentriert sich das Magnetfeld. Die Spule muss ausreichend frei laufen, damit sie bei ihrer Bewegung nicht schleift.

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Masse-Feder-System

Modell aus einer beweglichen Masse und einer rückstellenden Feder. Beide tauschen beim Schwingen Energie aus. Ein Lautsprecher lässt sich im Tieftonbereich vereinfacht so betrachten; reale Systeme besitzen zusätzlich Verluste und weitere Einflüsse.

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Maximalpegel

Höchster erreichbarer Schalldruckpegel unter festgelegten Bedingungen. Frequenz, Messabstand, Signaldauer und erlaubte Verzerrungen gehören zur Angabe. Ein einzelner Maximalwert beschreibt nicht automatisch den gesamten Bassbereich.

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Mehrwegesystem

Lautsprecher, der den Tonbereich auf mehrere spezialisierte Wege verteilt. Jeder Weg besteht aus einem oder mehreren Chassis und einer passenden Filterung. Gemeinsam müssen die Wege ein stimmiges akustisches Ergebnis liefern.

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Membran

Die bewegliche Fläche, die Luft in Schwingung versetzt. Bei einem Konuslautsprecher ist sie trichterförmig, bei einer Kalotte gewölbt. Ihre Fläche, Masse und Steifigkeit beeinflussen den nutzbaren Frequenzbereich.

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Messfenster

Ausgewählter Zeitbereich einer Messung. Ein geeignetes Fenster kann spätere Reflexionen ausblenden. Ein kurzes Fenster begrenzt allerdings die Aussagekraft bei tiefen Frequenzen; eine ungefensterte Raummessung enthält die eintreffenden Reflexionen.

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Mittelton

Mittlerer Bereich des hörbaren Frequenzspektrums, der für Stimmen und viele Instrumente besonders wichtig ist. Seine Grenzen werden je nach Einteilung unterschiedlich angesetzt. Ein Tiefmitteltöner übernimmt zusätzlich tiefere Frequenzen.

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Mittenfrequenz

Frequenz, um die herum ein parametrischer Equalizer wirkt. Sie beschreibt die Lage des Eingriffs; Verstärkung und Güte bestimmen dessen Stärke und Breite.

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Musikleistung

Leistungsangaben, die je nach Anbieter und Prüfverfahren unterschiedliche kurzfristige Belastungen beschreiben können. Ohne Zeitdauer, Signalart und Grenzkriterium sind solche Zahlen kaum vergleichbar. Sie dürfen nicht pauschal mit einer dauerhaften Belastbarkeit gleichgesetzt werden.

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Nachgiebigkeit

Maß dafür, wie leicht sich eine Feder oder Aufhängung unter einer Kraft verformen lässt. Hohe Nachgiebigkeit bedeutet geringe Steifigkeit. Bei Lautsprechern beeinflusst sie zusammen mit der bewegten Masse die Resonanz.

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Nachhallzeit

Maß dafür, wie schnell Schallenergie nach dem Verstummen einer Quelle abklingt. Häufig wird die Zeit für einen Abfall um 60 dB betrachtet oder aus einem kürzeren Messbereich abgeschätzt. Einzelne Bassresonanzen können sich anders verhalten als ein gemittelter Wert.

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Nahfeldmessung

Schallmessung sehr nah an einer Membran oder Portöffnung. Sie macht den jeweiligen Tieftonbeitrag gut sichtbar und verringert den relativen Einfluss des Raums. Beiträge verschiedener Flächen dürfen nicht ohne Pegel- und Phasenbezug zusammengezählt werden.

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Nennimpedanz

Vereinfachte Kennzeichnung einer frequenzabhängigen Lautsprecherlast, etwa vier oder acht Ohm. Für die Auswahl des Verstärkers zählen zusätzlich der tatsächliche Impedanzverlauf und die elektrische Phase.

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Nettovolumen

Freies inneres Gehäusevolumen nach Abzug von Chassis, Verstrebungen und weiteren Einbauten. Bei Bassreflex zählt auch der vom Kanal beanspruchte Innenraum nicht einfach zum freien Gehäusevolumen. Außenmaße allein reichen deshalb für die Abstimmung nicht aus.

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Oberbass

Der höhere Teil des Bassbereichs. Die genaue Grenze wird je nach Zusammenhang unterschiedlich gesetzt. Eine Betonung dort kann kräftig wirken, obwohl der Lautsprecher sehr tiefe Töne kaum wiedergibt.

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Obertöne

Tonanteile oberhalb des Grundtons. Bei harmonischen Obertönen liegen sie bei ganzzahligen Vielfachen seiner Frequenz. Ihre Verteilung trägt wesentlich zur Klangfarbe eines Instruments bei.

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Offene Schallwand

Lautsprecheranordnung ohne geschlossenes rückwärtiges Volumen. Vorder- und Rückseite strahlen ab und überlagern sich abhängig von Richtung und Frequenz. Im Bass hängt das Verhalten stark vom Umweg zwischen beiden Seiten ab.

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Ohm

Einheit des elektrischen Widerstands und des Impedanzbetrags. Das Zeichen ist Ω. Eine Nennangabe wie acht Ohm ist eine Einordnung und bedeutet nicht, dass der Lautsprecher bei jeder Frequenz genau diesen Wert besitzt.

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Oktave

Frequenzverhältnis zwei zu eins. 40 zu 80 Hz ist ebenso eine Oktave wie 1.000 zu 2.000 Hz.

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PA

Public Address: Beschallung für ein Publikum. PA-Treiber sind häufig auf hohen nutzbaren Pegel und robuste Dauerbelastung ausgelegt. Ob sie für einen kleinen HiFi-Lautsprecher passen, entscheidet sich trotzdem an ihren konkreten Daten.

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Parallelschaltung

Elektrische Verbindung, bei der mehrere Lasten an derselben Spannung liegen. Bei zwei gleichen idealen Widerständen halbiert sich der Gesamtwiderstand. Reale Lautsprecher bleiben frequenzabhängige Lasten; der Verstärker muss den zusätzlichen Strom liefern können.

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Parametrischer Equalizer

Filterwerkzeug mit einstellbarer Mittenfrequenz, Verstärkung und Breite beziehungsweise Güte. Damit lassen sich bestimmte Frequenzbereiche gezielt anheben oder absenken. Die genaue Güte-Definition kann zwischen Geräten abweichen.

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Passivmembran

Membran ohne eigenen elektrischen Antrieb, die über den Gehäusedruck angeregt wird und als Teil eines Resonators arbeitet.

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Passivweiche

Netzwerk aus Bauteilen zwischen Verstärker und Chassis, das die Verteilung auf mehrere Wege übernimmt.

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Peak

Lokales Maximum, beispielsweise im Frequenzgang oder im zeitlichen Signalverlauf. Ein Frequenzgang-Peak kann eine bestimmte Bassnote betonen. Eine kurze Signalspitze ist dagegen ein zeitliches Ereignis und stellt andere Anforderungen an die Reserve.

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Pegel

Eine Größe auf logarithmischer Skala, meist in Dezibel. Gemeint sein können beispielsweise Schalldruck, elektrische Spannung oder ein Digitalwert. Erst die Bezugsgröße macht klar, was ein konkreter Pegelwert bedeutet.

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Periodendauer

Zeit für eine vollständige Schwingung. Sie ist der Kehrwert der Frequenz: Bei 50 Hz dauert eine Periode 20 Millisekunden. Periodendauer und Wellenlänge beschreiben zeitliche beziehungsweise räumliche Wiederholung.

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Phase

Beschreibt die Lage einer Schwingung relativ zu einer Referenz. Für die Addition mehrerer Schallanteile sind ihre relativen Phasen relevant.

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Polarität

Vorzeichenrichtung eines Signals oder Anschlusses. Werden Plus und Minus eines Chassis vertauscht, kehrt sich seine elektrische Anregung um. Das ist keine zeitliche Verzögerung und korrigiert nicht beliebige frequenzabhängige Phasenunterschiede.

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Poröser Absorber

Schallabsorber aus offenporigem oder faserigem Material. Die Luftbewegung in seiner Struktur verursacht Verluste. Tiefe Frequenzen erfordern meist deutlich mehr Materialtiefe und eine passende Anordnung als hohe Frequenzen.

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Portkompression

Bei hoher Luftbewegung wächst der Schallbeitrag eines Reflexkanals weniger stark als im idealen Modell. Strömungsverluste beeinflussen die Funktion. Ein bei kleinem Pegel passend abgestimmter Kanal kann deshalb bei hoher Belastung anders arbeiten.

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Power Compression

Bei Erwärmung und anderen Nichtlinearitäten steigt der Schallpegel weniger stark, als eine ideale Leistungsrechnung erwarten lässt.

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Preset

Gespeicherter Satz von Einstellungen, zum Beispiel Filter, Pegel und Verzögerungen. Getrennte Presets erleichtern nachvollziehbare Vergleiche und die Rückkehr zu einer früheren Abstimmung.

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Qes, Qms, Qts

Qes beschreibt die elektrische, Qms die mechanische und Qts die gesamte Güte eines Chassis bei kleinen Signalen. Die Güte ordnet ein, wie ausgeprägt die Resonanz ist. Es gilt 1/Qts = 1/Qes + 1/Qms. Die drei Werte sind keine Qualitätsnoten.

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Qtc

Gesamtgüte des eingebauten Chassis im geschlossenen System. Sie hängt unter anderem von Chassisparametern und Gehäusevolumen ab.

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Raummode

Eigenständiges Resonanzmuster eines Raumes mit räumlich unterschiedlichen Druckanteilen. Es kann den Bass je nach Hörplatz stark verändern.

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Rauschen

Unerwünschtes, unregelmäßiges Signal, etwa als Zischen hörbar. Es kann in mehreren Stufen einer Wiedergabekette entstehen. Eine geeignete Pegelverteilung hilft, es gegenüber dem Nutzsignal klein zu halten.

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Re

Gleichstromwiderstand der Schwingspule. Er ist nicht identisch mit der Nennimpedanz oder dem vollständigen Wechselstromverhalten.

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Reaktionskraft

Gegenkraft, die beim Beschleunigen einer Membran auf das Gehäuse wirkt. Geeignet angeordnete, gegensinnig bewegte Massen können bestimmte Kräfte teilweise ausgleichen. Das verlangt passende Bewegungen und einen ausreichend steifen Aufbau.

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Reflexion

Zurückgeworfener Schall an einer Oberfläche wie Wand oder Boden. Er kommt mit zusätzlichem Laufweg am Hörplatz an und überlagert sich mit dem direkten Schall. Material und Frequenz beeinflussen seine Stärke.

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Reflexkanal

Öffnung mit definierter Länge und Querschnittsfläche in einem Bassreflexgehäuse. Die darin bewegte Luft wirkt als Masse des Resonators. Ein Port kann als Rohr oder rechteckiger Kanal ausgeführt sein.

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Reihenschaltung

Elektrische Verbindung, bei der derselbe Strom nacheinander durch mehrere Bauteile fließt. Ihre Impedanzen addieren sich. Unterschiedliche Lautsprecher können dabei die Spannungsverteilung frequenzabhängig beeinflussen.

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Resonanz

Besonders ausgeprägtes Schwingungsverhalten beim Zusammenspiel von Energiespeichern wie Masse und Feder. Verluste bestimmen seine Dämpfung mit.

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Resonanzabsorber

Gezielt schwingendes System zur Schallabsorption, beispielsweise mit Membran oder Hohlraum. Es arbeitet in einem bestimmten Frequenzbereich. Der umgangssprachliche Name Bassfalle sagt noch nichts über Abstimmung und Wirksamkeit.

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Resonator

Schwingfähiges System, das auf Anregung in einem bestimmten Frequenzbereich besonders stark reagiert. Beim Bassreflexgehäuse wirken die Luftmasse im Kanal und die Luftfeder im Gehäuse zusammen.

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REW

Abkürzung für Room EQ Wizard, ein Programm zum Messen und Untersuchen von Lautsprechern und Raumakustik. Es stellt unter anderem Frequenzgänge und zeitliches Verhalten dar. Eine Raumsimulation ist dabei ein Modell und keine Messung des eigenen Zimmers.

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SBIR

Speaker Boundary Interference Response: Interferenzen zwischen direktem Lautsprecherschall und Reflexionen an benachbarten Begrenzungsflächen.

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Schalldruck

Die kleine Druckänderung, die eine Schallwelle dem Umgebungsdruck überlagert. Sie wird in Pascal gemessen. Das Mikrofon erfasst solche Druckschwankungen; der zugehörige Dezibelwert ist der Schalldruckpegel.

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Schalldruckpegel

Logarithmische Angabe des effektiven Schalldrucks relativ zu einem Bezugsdruck. Für Luftschall sind das üblicherweise 20 Mikropascal. Der Wert beschreibt eine physikalische Größe und ist nicht identisch mit dem empfundenen Lautstärkeeindruck.

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Schallgeschwindigkeit

Geschwindigkeit, mit der sich kleine Schallstörungen im Medium ausbreiten. In Luft bei Raumtemperatur wird häufig mit ungefähr 343 Metern pro Sekunde gerechnet. Vor allem die Temperatur verändert den Wert.

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Schallwand

Die Fläche, in der die Chassis sitzen, meist die Vorderseite der Box. Ihre Breite, Kanten und die Position der Treiber beeinflussen, wie sich Schall nach vorne und seitlich ausbreitet.

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Schlitzport

Bassreflexkanal mit rechteckigem, oft flachem Querschnitt. Er wird häufig aus Gehäusewänden und zusätzlichen Brettern gebildet. Fläche, wirksame Länge, Kanten und Abstand zu anderen Flächen beeinflussen seine Abstimmung und Verluste.

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Schräge Mode

Raummode, die im rechteckigen Modell alle drei Raumrichtungen und damit sechs Begrenzungsflächen einbezieht. Auch solche Moden tragen zur räumlichen Bassverteilung bei.

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Schwingspule

Eine Drahtwicklung am beweglichen Teil des Chassis. Fließt das Musiksignal durch sie, entsteht im Magnetfeld eine Kraft, die die Membran bewegt. Ein Teil der elektrischen Leistung wird dabei zu Wärme.

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Sd

Wirksame Membranfläche. Sie ist kleiner als die Fläche, die sich aus dem äußeren Korbdurchmesser ergeben würde.

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Sicke

Der flexible Rand zwischen Membran und Lautsprecherkorb. Er erlaubt Bewegung und dichtet den Rand ab. Wie weit die Sicke sichtbar ausschlägt, sagt allein noch nichts über den zulässigen linearen Hub aus.

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Signalquelle

Gerät oder Software, das das Audiosignal liefert, etwa ein Streamer, Abspielprogramm oder Vorverstärker. Ihr Ausgangspegel ist der Anfang der Pegelkette und beeinflusst die sinnvolle Einstellung nachfolgender Stufen.

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Simulation

Berechnung des erwarteten Verhaltens anhand eines Modells und seiner Eingabedaten. Sie hilft beim Vergleichen und Planen. Nicht berücksichtigte Einflüsse und ungenaue Parameter können zu Abweichungen am realen Aufbau führen.

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Sinuston

Ein Sinuston enthält im idealen Fall nur eine Frequenz und eignet sich zum gezielten Untersuchen eines Systems. Testton ist der allgemeinere Begriff: Auch andere Signale können für Tests verwendet werden.

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Spannung

Elektrische Potentialdifferenz, angegeben in Volt. Die Ausgangsspannung eines Verstärkers treibt einen Strom durch die Lautsprecherlast. Wie groß dieser Strom ist, hängt von der frequenzabhängigen Impedanz ab.

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Spule

Aufgewickelter Leiter, der Energie in einem Magnetfeld speichert. Ihr induktiver Wechselstromwiderstand steigt idealisiert mit der Frequenz. In Lautsprecherweichen ist sie ein wichtiges Filterbauteil.

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Stehende Welle

Schwingungsmuster mit räumlich festen Bereichen großer und kleiner Amplitude, das durch Überlagerung passend gegenläufiger Wellen entstehen kann. Raummoden lassen sich anhand solcher Muster beschreiben.

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Strömungsgeräusche

Hörbare Nebengeräusche durch Luftbewegung, oft an engen oder scharfkantigen Reflexöffnungen. Kanalfläche, Kantenform und Luftgeschwindigkeit spielen dabei zusammen. Ein größeres Rohr braucht für dieselbe Abstimmung meist auch mehr Länge.

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Strom

Fluss elektrischer Ladung, angegeben in Ampere. In der Schwingspule erzeugt er zusammen mit dem Magnetfeld die Antriebskraft. Eine niedrige Lautsprecherimpedanz verlangt bei gleicher Spannung mehr Strom.

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Subwoofer

Lautsprecher für den tiefen Teil des Hörbereichs. Er ergänzt die Hauptlautsprecher und kann sie von Bassarbeit entlasten. Eine feste untere oder obere Grenzfrequenz ist mit dem Namen allein nicht festgelegt.

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Systemresonanz

Resonanz des betrachteten Gesamtsystems, hier meist Chassis plus geschlossenes Gehäuse. Sie unterscheidet sich von der Freiluftresonanz Fs. In Filterformeln wird fc auch für eine Übergangsfrequenz verwendet; der Zusammenhang entscheidet.

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Tangentiale Mode

Raummode, die im rechteckigen Idealraum vier Begrenzungsflächen einbezieht. Ihr Verlauf hängt von zwei Raumrichtungen ab. Sie ergänzt die axialen und schrägen Moden im Gesamtverhalten des Raums.

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Thiele-Small-Parameter

Zusammengehörige Kennwerte für das Verhalten eines Lautsprecherchassis bei kleinen Signalen im unteren Frequenzbereich. Dazu gehören Fs, Qts und Vas. Mit ihnen lassen sich Gehäusemodelle rechnen, aber keine vollständige Klangbewertung ersetzen.

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Tiefbass

Tiefbass bezeichnet den unteren Teil des Bassbereichs, ohne allgemein einheitliche scharfe Grenze. Tiefgang beschreibt, wie weit ein Lautsprecher nach unten reicht. Dazu gehören immer der Pegelabfall und die bei diesen Frequenzen verfügbare Lautstärke.

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Tiefmitteltöner

Chassis, das sowohl Bass als auch mittlere Frequenzen übernimmt. In einer Zweiwegebox arbeitet es bis zum Übergang zum Hochtöner. Es muss deshalb Tieftonhub und eine geeignete Abstrahlung im Mittelton verbinden.

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Tiefpass

Filter, das höhere Frequenzen gegenüber seinem Durchlassbereich abschwächt. Ein Tieftöner erhält damit einen begrenzten oberen Arbeitsbereich.

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Tieftöner

Chassis für den unteren Tonbereich. Für tiefe Frequenzen und hohen Pegel braucht es ausreichend Membranfläche und Bewegungsspielraum. Wo sein sinnvoller Arbeitsbereich endet, hängt vom konkreten Treiber ab.

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Trennfrequenz

Bezugsfrequenz eines Übergangs zwischen Lautsprecherwegen. Sie bezeichnet keinen abrupten Schalter zwischen zwei Chassis.

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Übertragungsfunktion

Mathematische Beschreibung, wie ein System Eingang und Ausgang miteinander verknüpft. Bei linearen Systemen enthält sie frequenzabhängige Verstärkung und Phase. Filter, Chassis und Gehäuse tragen gemeinsam zur akustischen Übertragung bei.

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Vas

Äquivalentes Luftvolumen zur Nachgiebigkeit der Chassisaufhängung. Es ist keine direkte Vorgabe für das benötigte Gehäusevolumen.

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Vd

Verschiebevolumen, häufig als wirksame Fläche mal einseitiger linearer Auslenkung angesetzt. Ein hilfreicher Hinweis auf Hubreserven im Bass.

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Verdrängungsvolumen

Raum, den feste Bauteile innerhalb des Gehäuses beanspruchen, etwa Chassis, Streben und Elektronik. Er wird vom geometrischen Innenvolumen abgezogen. Nicht zu verwechseln mit dem Verschiebevolumen einer bewegten Membran.

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Verstärker

Gerät oder Schaltung, das ein Audiosignal mit größerer Spannung oder Leistung bereitstellt. Zum Betrieb eines Lautsprechers muss es die erforderliche Spannung und den nötigen Strom an dessen tatsächlicher Last liefern können.

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Verstrebung

Innere Verbindung zwischen Gehäuseflächen, die deren unerwünschte Bewegung reduziert. Streben brauchen selbst Platz und verringern das freie Innenvolumen. Ihre Position darf Membranbewegung oder Reflexöffnung nicht behindern.

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Verzerrungen

Veränderungen der Signalform, bei denen die Wiedergabe nicht mehr proportional dem Eingang folgt. Dadurch können zusätzliche Frequenzanteile entstehen. Ursachen sind beispielsweise Clipping, große Membranauslenkung oder veränderliche Antriebseigenschaften.

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Volumenstrom

Bewegtes Luftvolumen pro Zeit. Bei einer kolbenförmig bewegten Membran hängt er von ihrer wirksamen Fläche und ihrer Geschwindigkeit ab. Das ist etwas anderes als das Verschiebevolumen aus Fläche und maximalem Hub.

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Wandverstärkung

Veränderung der Schallabgabe durch nahe Begrenzungsflächen. Tiefe Frequenzen können dadurch stärker werden. Reflexionen können zugleich frequenzabhängige Einbrüche erzeugen; eine pauschale Pegelzugabe beschreibt daher nicht jede Aufstellung.

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Watt

Einheit der Leistung, abgekürzt W. Bei Lautsprechern müssen beispielsweise zugeführte elektrische Leistung, Belastbarkeit und Verstärkerleistung auseinandergehalten werden. Die Einheit allein ist kein Maß für Klangqualität oder Lautstärke.

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Wellenlänge

Räumliche Länge einer Schwingungsperiode. Sie ergibt sich aus Schallgeschwindigkeit geteilt durch Frequenz.

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Widerstand

Elektrisches Bauteil oder Eigenschaft eines Leiters, die den Stromfluss begrenzt und elektrische Energie in Wärme umsetzt. In passiven Weichen können Widerstände zum Beispiel den Pegel eines empfindlicheren Hochtöners absenken.

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Wirkungsgrad

Verhältnis abgegebener akustischer Leistung zur zugeführten elektrischen Leistung. Nicht gleichbedeutend mit einer dB-Kennschalldruckangabe.

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Xmax

Angegebener linearer Auslenkungsbereich eines Chassis. Definition und einseitige beziehungsweise gesamte Zählweise müssen beim Vergleich übereinstimmen.

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Zentrierspinne

Eine meist gewellte, elastische Gewebescheibe hinter der Membran. Sie führt die Schwingspule im Magnetspalt und trägt zur Rückstellkraft der Aufhängung bei.

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Zielkurve

Gewünschter Verlauf, an den eine Messung oder Filterung angenähert werden soll. Sie ist eine bewusste Abstimmungsentscheidung und hängt von Lautsprecher, Hörraum und Einsatzzweck ab.

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Zusatzmasse

Zusätzlich angebrachte Masse an einer Passivmembran. Sie kann die Abstimmung nach unten verschieben, verändert aber auch das mechanische Verhalten. Befestigung und zulässige Belastung müssen zur konkreten Membran passen.

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Zweiwegesystem

Lautsprecher mit zwei getrennten Arbeitsbereichen, typischerweise Tiefmittelton und Hochton. Eine Frequenzweiche organisiert den Übergang. Zwei Wege bedeutet nicht zwingend genau zwei einzelne Chassis.

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Zum Vertiefen

Die Erklärungen sind bewusst kurz. Für Messverfahren zu Chassisparametern hilft die REW-Dokumentation zu Thiele-Small-Parametern. Die REW-Filterdokumentation erläutert die EQ-Bedienelemente. Schaltungen und Hintergründe zu aktiven Weichen beschreibt Linkwitz Lab.

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